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Ursprung des Namens

Der botanische Gattungsname ''Helianthus'', leitet sich von den griechischen Wörtern ''helios'' für ?Sonne? und ''anthos'' für ?Blume? ab. Der Name stammt aus der (''Heliotropium'').

Das Artepitheton ''annuus'' leitet sich von der Bezeichnung für ?jährlich? ab und bezieht sich auf die einjährige Vegetationsphase.

Anbau

Voraussetzung zum erfolgreichen Anbau zu Nutzzwecken ist ein tiefgründiger, humus- und Boden (insbesondere Kalium und Bor, Stickstoffdüngung ca. 100 kg N/ha) mit ausreichender Wasserversorgung (Wasserbedarf 400 bis 500 ml) und einer während der Vegetationszeit der Sonnenblume von April bis September von mindestens 14 °C (bezogen auf eine Bezugstemperatur von 6 °C, wenigstens jedoch 5 °C). Die Aussaat erfolgt bei 7 bis 8 °C Bodentemperatur Anfang April mit einem Reihenabstand von 75 cm und einem Abstand in der Reihe von 45 cm. Zwecks Anschluss an das Kapillarwasser des Bodens und zur Gewährleistung eines sicheren Auflaufes ist eine Saattiefe von 4 bis 6 cm anzustreben. Bei einer Saatdichte von 6 bis 7 Pflanzen/Quadratmeter wachsen dann pro Hektar 60.000 bis 70.000 Sonnenblumen. Eine Unkrautbekämpfung ist bis zum Reihenschluss angezeigt, danach ist sie aufgrund hoher Konkurrenzkraft der Sonnenblumen entbehrlich. Der Bestand ist erntereif, sobald die Kornfeuchte zwischen 12 und 18 % liegt. Äußerlich sichtbare Zeichen der Erntefähigkeit sind abgestorbene Blätter und gelb gefärbte Korbunterseiten. Die Ernte erfolgt mit auf die speziellen Anforderungen des Sonnenblumendrusches umgerüsteten n. Die Sonnenblume ist damit die Ölpflanze, die weltweit die drittgrößte Anbaufläche einnimmt, nach Sojabohnen (124,9 Mio. ha) und Raps (37,6 Mio. ha) und vor und .

In der Schweiz wurden 2018 auf einer Fläche von 5.386 Hektar Sonnenblumen angebaut, was einem Wachstum von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Wirtschaftliche Bedeutung

Laut der FAO wurden im Jahr 2018 weltweit 51.954.779 Tonnen Sonnenblumenkerne geerntet. Die zehn größten Produzenten brachten 84,7 % der Welternte ein. Die Werte für Österreich, Deutschland und der Schweiz sind zum Vergleich aufgeführt.

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|+ Größte Produzenten von Sonnenblumenkernen (2018)

Industriell wird Sonnenblumenöl für Farben und Lacke verwendet, zudem ist es in Öl- und Künstlerfarben enthalten. Auch in der Lederbearbeitung und in der Tuchfabrikation (Konservierungsmittel) wird es eingesetzt.<ref name="Krist">S. Krist, G. Buchbauer und C. Klausberger: ''Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle.'' Springer Verlag, Wien 2008, S. 434?441, ISBN 978-3-211-75606-5.</ref> Als hergestellt wird.

Sonnenblumenstroh

Als Sonnenblumenstroh werden die Stängel bezeichnet, die nach der Ernte als Ernterückstände verbleiben.
Bei der Sonnenblume beträgt das Korn-Stroh-Verhältnis etwa 1:4,1, sodass bei einem mittleren Kornertrag von etwa 2,5 t pro ha und Jahr theoretisch 10 t Ernterückstände in Form von Stroh an dem Feld zurückbleiben. Es ist anzunehmen, dass die , Hans Hartmann, Hermann Hofbauer (Hrsg.): ''Energie aus Biomasse. Grundlagen, Techniken und Verfahren.'' Springer Verlag, Berlin und Heidelberg 2009; S. 153. ISBN 978-3-540-85094-6.</ref>

Eine Nutzung von Sonnenblumenstroh erfolgt aufgrund des sehr hohen Wassergehaltes der dicken Stängel sowie des sehr hohen Aschegehalts von 10 % und anderer für die Verbrennung nachteiliger Eigenschaften in der Regel nicht. Es hat einen Brennwert von 16,9 MJ/kg.<ref name="Kaltschmidt_Brennwert">Martin Kaltschmitt, Hans Hartmann und Hermann Hofbauer (Hrsg.): ''Energie aus Biomasse. Grundlagen, Techniken und Verfahren.'' Springer Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-540-85094-6, 2. Auflage, S. 360.</ref>

In der Tiefebene Ungarns werden aus den Stängeln und andere Flöten hergestellt.

Sonnenblumensprossen

In vielen Ländern, i. B. in Asien, werden Sonnenblumensprossen wie Gemüse gegessen.

Nachgesagte Wirkung

In der russischen und ukrainischen Volksmedizin wird Sonnenblumenöl für en verwendet. Bei der auch als Ölziehen bezeichneten Praktik soll der Organismus entgiftet und entschlackt werden. Hinweise auf eine Wirkung gibt es allerdings nicht.

Sorten

Die Sonnenblumen-Sorten lassen sich in vier Typen unterteilen:
  • Der ''Öltyp'' weist besonders viele Röhrenblüten auf. Die Sonnenblumenkerne besitzen einen sehr geringen Schalenanteil. Für einen Liter Öl werden die Kerne von rund 60 Sonnenblumen benötigt.
  • Der ''Futtertyp'' bildet besonders viel Blattsubstanz aus. Er findet Verwendung als Grünfutterpflanze und zur Silagegewinnung sowie im Stoppelfruchtanbau zur Gründüngung.
  • Der ''Ziertyp'' wächst in Gärten und besitzt oft mehrere Blütenstände pro Pflanze.
  • Der ''Speisetyp'' zeichnet sich durch große und locker sitzende Kerne aus. Zu erwähnen sind auch neue transgene Sorten, die gegen einige Krankheiten immun sind.
Zwergsorten erreichen Wuchshöhen bis zu 70 cm. Sie sind standfester als die meterhoch wachsenden Sonnenblumensorten und bieten sich für Balkonkästen an. Zu den Sorten gehören:
  • 'Sunspot', die goldgelb blüht und 40 bis 60 cm hoch wird und
  • 'Double Dandy', die halbgefüllte, pollenfreie rote Blüten hat und etwa 60 cm hoch wird.
Hochwachsende Sorten sind:
  • 'Ring of Fire', bis zu 120 cm hoch, rot-gelb geflammte Blütenblätter;
  • 'Sunrich Orange', bis zu 170 cm hoch, orange Blüten;
  • 'Titan', bis zu 3,50 m hoch, leuchtend gelbe Blüten;
  • 'King Kong', bis über 4 m hoch mit großen Blüten.

Sonnenblumen in der bildenden Kunst

Die Sonnenblume ist ein häufig gebräuchliches , Fünfzehn Sonnenblumen ....

<gallery class="center" mode="packed" heights="140" caption="Bilder der Sonnenblume in einer Vase von Vincent van Gogh">
Datei:Van Gogh Vase with Three Sunflowers.jpg|''Drei Sonnenblumen''
Datei:Van Gogh Vase with Six Sunflowers.jpg|''Fünf Sonnenblumen''
Datei:Vincent_Willem_van_Gogh_128.jpg|''Zwölf Sonnenblumen in einer Vase''
Datei:Vincent Willem van Gogh 127.jpg|''Fünfzehn Sonnenblumen''
Datei:Van Gogh Twelve Sunflowers.jpg|''Zwölf Sonnenblumen''
Datei:Van Gogh Vase with Fifteen Sunflowers.jpg|''Fünfzehn Sonnenblumen''
Datei:Van Gogh Vase with Fifteen Sunflowers Amsterdam.jpg|''Fünfzehn Sonnenblumen''
</gallery>

Symbolisches

  • Die Sonnenblume ist als ?''Helianth''? der Titel des bedeutendsten Romans von Albrecht Schaeffer.
  • Weiterhin ist sie ein Staatssymbol des US-Staates Kansas und eine der Stadtblumen von Kitaky?sh?, Japan.
  • Sie ist ferner das Erkennungssymbol der politischen Partei Die Grünen ( sowie anderer internationaler und orientierter Parteien aus den Neuen Sozialen Bewegungen.
  • Zudem stehen Sonnenblumen als Zeichen der Hippiebewegung (Blumenkinder).
  • Von 1982-2002 waren 50 NLG-Banknoten mit der ''Zonnebloem'' in Umlauf.
  • Das ist ein Wahrzeichen Wiens, das im gesamten Stadtgebiet anzutreffen ist.

Literatur

  • S. Krist, G. Buchbauer, C. Klausberger: ''Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle.'' Springer Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-211-75606-5, S. 434?441.
  • Atlant Bieri: ''Zweimal gehegt, stets gepflegt.'' Neue Zürcher Zeitung NZZ am Sonntag, Zürich, 25. Mai 2008, S. 84.
  • Walter Schuster: ''Die Züchtung der Sonnenblume.'' 1993, ISBN 3-489-53310-0.
  • Henning Haeupler, Thomas Muer: ''Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands'' (= ''Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands.'' Band 2). 2., korrigierte und erweiterte Auflage. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8001-4990-2.
  • , Herfried Kutzelnigg: ''Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Portrait.'' 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.

Weblinks

  • Walter H. Schuster, Richard A. Marquard: ''Die Sonnenblume (Helianthus annuus L.)'' Mit 18 Tabellen und 73 Abbildungen. Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Justus-Liebig-Universität Gießen, 2003.
  • Ursprungsland Arkansas USA.

Einzelnachweise

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<ref name="GRIN">

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<ref name="Oberdorfer2001">
</ref>
<ref name="FoNA">
Edward E. Schilling: ''Helianthus Linnaeus.'' ''Helianthus annuus'' - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): ''Flora of North America North of Mexico'', Volume 21 ? ''Magnoliophyta: Asteridae (in part): Asteraceae, part 3'', Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530565-5.
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</references>